Markt IWF erwartet Risiken im Immobiliensektor Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass zwischen 2020 und 2023 Risiken im Immobiliensektor auftreten könnten. 27 Feb 2020 min de leitura Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass zwischen 2020 und 2023 Risiken im Immobiliensektor auftreten könnten. In dem den Immobilienpreisen gewidmeten Analysekapitel seines Global Financial Stability Report weist der IWF auf die Risiken steigender Wohnimmobilienpreise hin, ohne jedoch anzugeben, welche Länder besonders gefährdet sind. Eine nachlassende Dynamik im Immobiliensektor, ein übermäßiges Kreditwachstum und restriktivere geldpolitische Bedingungen deuten auf zunehmende Abwärtsrisiken bei den Wohnimmobilienpreisen hin. Sollte dieses Szenario eintreten, könnten die weltweite Finanz- und makroökonomische Stabilität mittelfristig beeinträchtigt werden. Obwohl die aktuellen Risiken geringer sind als im Jahr 2007, bestehen sie weiterhin. Die Besorgnis des IWF beruht auf der Tatsache, dass zwei Drittel der fast 50 Bankenkrisen der vergangenen Jahrzehnte von einem Anstieg der Wohnimmobilienpreise vorausgegangen waren. Rezessionen fallen zudem tendenziell tiefer aus und dauern länger an, wenn die Immobilienpreise schneller sinken. Der Immobiliensektor kann die Wirtschaft aufgrund der Bedeutung von Immobilien für die finanzielle Situation von Privatpersonen und Unternehmen und insbesondere für die Bilanzen der Banken destabilisieren. Die derzeit niedrigen Zinssätze können zu einer übermäßigen Verschuldung und einer Überbewertung der Wohnimmobilienpreise führen, was wiederum das BIP stimuliert. Umgekehrt kann ein negativer wirtschaftlicher Schock zu steigenden Zinssätzen und höheren Schuldendienstkosten führen und die Notwendigkeit eines Schuldenabbaus mit sich bringen. Dies kann den Verkauf von Immobilien zu niedrigeren Preisen fördern und zu einem Rückgang des BIP beitragen. Diese gegenläufigen Effekte tragen zu einem stärkeren Ungleichgewicht bei. Die Strategie zur Bekämpfung dieses Ungleichgewichts besteht nicht in einer Kontrolle der Preise, sondern in der Verringerung der mit dem Sektor verbundenen Risiken durch eine Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Kreditnehmer. Diese Strategie wurde von der Banco de Portugal durch strengere Kriterien für die Vergabe von Wohnungsbaukrediten umgesetzt, insbesondere durch Begrenzungen des Verhältnisses zwischen Kredithöhe und Wert der als Sicherheit dienenden Immobilie sowie des Verhältnisses zwischen der monatlichen Kreditrate und dem Einkommen des Kreditnehmers. Quelle: Jornal de Negócios Markt Artikel empfehlen FacebookXPinterestWhatsAppCopy link Link copiado